Neuigkeiten (Blog)

Ihr Lieben,

ich möchte mich heute einmal ganz privat und von Herzen bei euch bedanken. Nicht nur für euer Vertrauen, das ihr mir entgegenbringt. Euer Wohl und das Wohl eurer Tiere liegt mir sehr am und im Herzen.

Ihr seid das lebendige Beispiel dafür, dass man sich nicht profilieren muss, um gesehen zu werden. Im Gegenteil. Wenn ich an die vergangenen Workshops denke, so hat sich dort eine Atmosphäre der Nächstenliebe und Akzeptanz etabliert, die den anderen fördert und fordert, wodurch die Gruppe mental wachsen und somit jeder Einzelne (stimmt, ich gendere nicht 😉) sich in seinem Tempo und seiner individuellen Ressourcen entsprechend entwickeln und entfalten kann.

Auch in den Einzel- und Paargesprächen seid ihr bereit, an die Essenz zu gehen, euch selbst zu finden, zu verändern, weil ein Wesen in eurem Umfeld, menschlicher oder tierlicher Natur, euch Anlass dazu gibt. Ihr reflektiert euch, stellt euch den Themen, die sich zeigen und bleibt dran. Und das macht jeder auf seine ganz eigene Art. Wie ich das liebe! Denn das ist meiner Meinung nach der Weg, seine Ressourcen sich seiner selbst bewusst einzusetzen und auszustrahlen. Im Grunde also, ganz genau so zu sein, wie unsere Kinder, Enkelkinder und Tiere! Einfach sein, wer man tief in sich drinnen wirklich  ist – und dadurch in anderen damit einen Funken zu entfachen, mit dem er zu einem neuen Bewusstsein gelangen kann. Die meisten von euch begannen diesen Weg nicht ihrer selbst willen, sondern weil ihr Tier auf irgendeine Weise gezeigt hat, dass etwas nicht stimmt. Für unsere Tiere tun wir alles, sogar uns selbst entwickeln, um sie zu entlasten und in die Klarheit zu kommen, die sie so sehr von uns brauchen. Ja, das Leben kennt so viele Wege, wie es Tiere und Menschen gibt. Mir ist es seit drei Jahrzehnten eine große Freude, jeden einzelnen Menschen, jedes einzelne Tier wahrzunehmen, zu erkennen und mit ihm gemeinsam den ur-ur-ur-eigenen Weg zu entdecken und Tier und Mensch dabei zu begleiten.

Und jetzt möchte ich einigen von euch ganz persönlich von Herzen danken für etwas, das ebenfalls nicht selbstverständlich ist. Ihr kennt meine Tiere durch Videos und meine Hunde kennen viele von euch persönlich. Ihr habt mitbekommen, dass es meiner Hannah seit einem Jahr gesundheitlich nicht gut geht. Ihr wisst aber auch, dass ich es vermeide, über ihren Gesundheitszustand zu sprechen. Denn Mitleid oder auch nur Mitgefühl, das möchte Hannah nicht haben. Somit würde es ihrem Zustand entgegenarbeiten, wenn ich euch auf dem Laufenden halten würde. UND IHR AKZEPTIERT DAS! Dadurch, ihr Lieben, tragt ihr Hannah mit durch ihre Herausforderungen hindurch. Das fühlt sie, das fühle ich und dafür danken wir euch!

Ich wünsche euch für dieses schon nicht mehr ganz so frische Jahr, dass ihr euch weiterhin frei haltet von Einflüssen, die nicht gut für euer wirkliches Dasein sind. Dass ihr euch weiterhin mehr und mehr findet und vor allen Dingen lebt. Dass ihr mit euren Tieren ein „Wir“ leben werdet, für das sie zu euch gekommen sind. Die Zeit ist reif und wir sind es auch.

In diesem Sinne,

herzlichst, eure Claudia Struwe mit allen Tieren im und um das Häuschen 😊

Ihr Lieben,

wieder einmal habe ich ein Beispiel für euch, wie wertvoll es ist, wenn wir gut bei uns sind, unabhängig davon, was sich im Außen zeigt. Denn wenn wir präsent sind in unserem Leben für uns und unsere Lieben, fühlen wir, was zu tun ist. Dann sind wir die besten Wegbegleiter für unsere Tiere, wie auch sie es für uns sind.

Peppa, die sehr reife Kaninchendame hier im Haus, drangsaliert ihren gutmütigen Partner Emil stärker, als je zuvor, sodass ich nicht selten eingreife, damit der Bub in Ruhe fressen und schlafen kann. Da ist schon ab und zu eine saftige Standpauke fällig. Beim Krallenschneiden zeigte sich meine Tochter, die als Haltehilfe diente, todesmutig während Peppas Beißversuchen, die unter anderem auf ziemlich empfindliche Körperstellen gerichtet waren. Peppa ist zwar von Natur aus ein kleiner Tyrann, aber diese extrem starke Angriffslust hatte auch andere Gründe. Selbstverständlich wird sie seelisch und körperlich unterstützt, was nicht verhindert, dass deutlich sichtbar ihre Lebenskraft insgesamt gesehen kontinuierlich abnimmt. So auch in der Nacht vom fünften auf den sechsten Januar. Es war 24 Uhr und bei meinem letzten Tierversorgungskontrollgang fiel mir auf, dass mit meiner Omi etwas nicht stimmte. Sie saß mit dem Rücken zu mir, Emil verweilte wieder geduldig in seiner von ihr zugewiesenen Ecke. Als ich sie aufnahm, wehrte sie sich nicht. Sobald sie in meinen Armen lag, legte sie ungewöhnlicher Weise ihr Köpfchen ab und aus den aufgepusteten Muckis schien die Luft fast hörbar zu entweichen. Ich versorgte mein Mädchen mit seiner Medizin und setzte mich daraufhin mit ihr auf mein Bett. Sobald ich eine Hand von ihr löste, begann die Kleine zu zittern. Ihre Atmung verflachte zunehmend, ab und zu zuckte der schwache Körper und die Augen wurden kleiner. Es zeichnete sich ab, was geschehen würde. Schmerzmittel hatte ich ihr gegeben. So blieb weiter für mich nichts zu tun, als: Vertrauen, Hingeben, Lieben. Mit der Zeit verwischten sich die Grenzen zwischen meinen Händen und ihrem Körper, zwischen meinem Herzen und ihrem Herzen. Ich begann vor meinem inneren Auge ihre bisherigen Weggefährten zu sehen, die sie alle ziemlich malträtiert hatte. Einer nach dem anderen tauchte auf und sie alle zeigten, dass sie im Frieden waren mit ihr. Peppa schien schon fast zu schlafen, aber sie knirschte heftig mit ihren Zähnen. Ok, dachte ich, es sieht sowieso danach aus, dass sie die Welten wechselt, also bekam sie noch einmal eine Dosis Schmerzmittel. Erfahrungsgemäß wusste ich, sie würde irgendwann stark zucken und ein letztes Mal aufatmen. Dann würde ihr Herzchen aufhören zu schlagen. So kam es. Fast. Sie zuckte. Sie tat einen tiefen Atemzug. Dann riss sie die Augen auf, realisierte, wo sie sich befand, drängte mich unmissverständlich, sie endlich wieder zu ihrem Emil zu setzen, damit sie eine weitere Runde Leben gemeinsam mit ihm drehen kann. Ihr Wille, mein Befehl! Emil hatte die vergangenen zwei Stunden seine Freiheit genauso genossen, wie er sich jetzt wieder über seine Peppa freute. Ich nahm meine Polly mit nach draußen unter die Sterne, blickte nach oben und dachte. „Tja, ihr müsst noch ein bisschen warten, ihr Lieben.“ Am darauffolgenden Tag ließ ich Peppa von unserer Tierärztin durchchecken. Schmerzhaft zeigte sich die Blase, ansonsten ergab sich keine weitere Diagnose. „Ok, ich dachte es mir ja. Sie wird nun einmal einfach nur alt, meine Peppa.“ Lachend entgegnete unsere Tierärztin mit Blick auf Peppas Kundenkartei: „Frau Struwe! Peppa IST ALT!“ und gab mir die passenden Medikamente mit, um Peppa zu unterstützen. Ja, ok, mit elf ist ein Kaninchen nicht mehr ganz taufrisch.

Heute verhält die Omi sich, als sei nichts gewesen. Ab und zu hat sie Schwierigkeiten, gerade zu sitzen. Dann kommt Emil aus seinem Exil, legt sich im Halbkreis um sie herum, sodass sie nicht umfällt. Ich würde das gerne für euch fotografieren, aber die beiden sind zurecht der Meinung, das verletze zu sehr ihre Privatsphäre. Ihr Lieben, ich wünsche euch allen die Gabe tief zu vertrauen und zu wissen, ihr werdet geführt; die Fähigkeit zu entscheiden, was getan und was gelassen werden sollte und bedingungslos und wenn’s dran ist, tatkräftig zu lieben, was ist. Ja, das kann ein langer Weg sein mit Steinen und Felsen und was sich noch alles dazwischen legen kann. Aber er lohnt sich!

Eure Claudia Struwe mit Peppa

Stille Nacht – Heilige Nacht ?

„Stille Nacht – Heilige Nacht“. Dieses Jahr haben viele Tierseelen ihre Körper verlassen – und für euch, ihre Menschen, wurde es still. Wo ist das Heilige in dieser eher traurigen Stille zu finden?

Auch wenn der ein oder die andere sich vorbereiten konnte, weil der geliebte Gefährte in Fell lange Zeit krank war, so ist doch der Moment, in dem die Entscheidung zum Abschied fällt, erschreckend. In eurem größten Schmerz wolltet ihr wissen, was eure Tiere brauchen, wie es IHNEN geht und ihr habt die daraus folgende Entscheidung über den eigenen Schmerz gestellt. Manche hat es sehr plötzlich erwischt mit einer tödlichen Diagnose. Und jedes Mal hörte ich denselben Satz, von tiefer Liebe erfüllt, ausgesprochen: „Er, bzw. sie hat mich ein Leben lang treu und voller Liebe begleitet. Jämmerlich zu leiden hat er/sie nicht verdient.“ Dann kommt sie. Die stille Nacht. Es folgen viele stillen Nächte und sie werden nie mehr die Nächte werden, die sie einmal waren. Sie sind nun der stillen Liebe geweiht. Heilig sind sie auch. Denn diese stillen Nächte sprechen aus, was kein Wort auszusprechen vermag. Irgendwann, je nach der jeweiligen Wesensart des Menschen, – irgendwann kommt der Moment, an dem das Geheimnis offenbar wird, an dem der Liebesfunke aus der Ewigkeit ein einziges Mal kurz aufflackert. Man traut sich gar nicht, hinzusehen vor lauter Furcht, man bilde sich das ein. Aber dann blitzt es wieder in die dunkle Nacht der Seele hinein. Und dann noch einmal und noch einmal und das kurze Aufblitzen wandelt sich in helles Leuchten. Das Gefühl der grenzenlosen Freiheit und Liebe und des unendlichen Glücks scheint uns zu erreichen aus der Ferne und unweigerlich schauen wir hoch zu den Sternen. Da. Ja, da bist du. Und die Ferne kommt näher und die Grenzen lösen sich auf und zwei Herzen pochen in einem, zwei Seelen flüstern dasselbe Lied und tanzen mit dem Mond. Dann wird es Tag in unserer Seele. Wir fühlen, es ist etwas anders. Dieser Tag ist heller, als die vielen vergangenen  Tage. Das eigene Herz ist stärker geworden. Mutig schaut es der Zukunft entgegen, denn es hat nun Kraft für zwei. Diesen Zustand können wir nicht beeinflussen, wir können ihn uns nicht verdienen. Er wird uns irgendwann geschenkt.

Was wir heute feiern, ist solch ein Liebesgeschenk aus den Himmeln. Für die Christen unter uns das größte, das es je gab. Auch für Andersgläubige ist die Weih-Nacht ein Sinnbild für gelebte Freude, Licht im Dunkel, einander begegnen, beschenken, zusammen sein. Und für Viele bedeutet es Stress hoch drei. Alles soll perfekt sein. Der Tannenbaum, die Beleuchtung, die Kleidung, das Essen, die „Location“. Doch auch hier nehme ich einen Bewusstseinswandel wahr. Es wird echter, dieses Fest. Nach und nach rückt die Liebe in den Vordergrund und der Mut, ja zu sagen zu sich selbst, zu erkennen, dass man genau so gut ist, wie man ist. Mehr und mehr wächst ein Miteinander und findet seine Steigerung im  Füreinander, was durchaus auch bedeuten kann, nein zu sagen, um der Echtheit willen. Menschen beschränken ihre Liebesfähigkeit nicht mehr auf die Tiere, weil sie „die besseren Menschen sind“. Sie erkennen auch in Menschen das Gute, Liebevolle und versprühen ihre innere, tiefe Freude für andere. Sei es beim Einkauf an der Kasse, bei kurzen Begegnungen auf der Straße oder bei anderen, ‘zufälligen‘ Begegnungen.

Wir tragen dieses Licht in uns und wir können es unabhängig von unserer eigenen Situation weitergeben, wenn wir uns dafür entscheiden. Heute ist so ein Tag, an dem sich viele dafür entscheiden, dies zu tun. Andere entscheiden sich, endlich dieses Licht anzunehmen. Wir müssen nicht gesund sein, nicht schön, nicht schick, nicht fröhlich, nicht schlau, nicht hochspirituell. Wir sind, wie wir sind. Unsere Tiere gehen uns mit dem besten Beispiel voraus. Sie leuchten weiter. Wenn das innere Leuchten schwächer zu werden scheint, dann leuchtet ein anderes Tier für das schwächere mit – ohne das eigene Licht zu verlieren. So, ihr Lieben, feiern wir Weihnachten. So leben wir Liebe. So wird eine stille Nacht zur Heiligen Nacht. Und wenn ihr jemanden kennt, für den diese stille Nacht noch dunkel ist, nehmt euch heute Abend eine Sekunde Zeit, schaut in die Sterne und sendet Liebe in ein Herz, das sich nach einem Lichtfunken sehnt.

In erfüllter Dankbarkeit denke ich an euch und an eure Tiere und Tierseelen und wünsche euch von ganzem Herzen eine fröhliche, selige, gnadenvolle Weihnachtszeit mit stillen, heiligen, lichtvollen Nächten.

Eure Claudia Struwe mit Team