Ihr Lieben,

ich bedanke mich heute zur Wintersonnenwende bei euch für die, im wahrsten Sinne des Wortes, ‘wunderbare‘ Zeit mit euch. Ich durfte und darf euch begleiten und miterleben, wie ihr mehr und mehr eure Essenz lebt und dies damit auch den Tieren ermöglicht, die an eurer Seite leben. Es ist mir eine Freude, dass ihr durch eure Tiere in euch selbst findet, was ihr sucht. Es ist nicht im Außen in einer Lehre, auch nicht bei einem Guru. Es ist da. In euch drin. Manchmal schläft es einen tiefen Schlaf und wartet darauf, aufgeweckt zu werden. Das wird es aus meiner Sicht spätestens dann, wenn sich befellte oder beschuppte oder geflügelte Entwicklungshelfer bei uns einfinden, die uns mit allen möglichen und unmöglichen Ideen konfrontieren, – wenn wir ihnen zuhören.

Sie sind nicht immer unsere Spiegel. Mal sind sie bei uns, weil sie uns als kleine oder große ‘Schlauscheißerchen‘ belehren und beschützen. Mal sind sie bei uns, weil ihre Matrix mit ihren Leidenswegen aus diesem und/oder anderen Leben der unseren sehr ähnelt, wodurch ein gemeinsamer Ritt durch‘s unbequeme Nadelöhr in ein freies, friedliches Dasein mit neuen Dimensionen möglich wird. Und so weiter. Es gibt unzählige Gründe für unser Zusammenleben und die Herausforderungen mit diesen tollen Wesen. Bei all dem durchaus sinnvollen Erforschen der Hintergründe der Hintergründe der Hintergründe für Krankheiten, Verhalten, merkwürdigen Situationen, etc. sind sie Tiere, die es vorzogen, als solche zu inkarnieren. Auch wenn wir mit ihnen auf Augenhöhe kommunizieren – oder gerade weil wir das tun – haben sie ein Recht auf unsere Klarheit, Gedankenhygiene, Struktur, Entscheidungsfähigkeit, unseren Fokus. So lernen wir, so wachsen wir, so sind wir authentische Gefährten für unsere tierlichen Begleiter – und nicht nur für diese. Es ist nicht kompliziert. Es muss nicht gelehrt oder gelernt werden. Aber leider ist es Mode geworden, „hochspirituell“ zu erscheinen und das Leben in Form von ehrgeiziger Spiritualität zunehmend anspruchsvoller und komplizierter zu gestalten. Für unsere Tiere ist dies ein sehr anstrengendes Lebensmodell.  Überall wird Angst geschürt auf jede erdenkliche Weise, auch auf spiritueller Ebene: „Lerne dieses System, dann weißt du, wer du bist.“ „Mache jene Übungen, dann wirst du erleuchtet.“ Wie einfach es in Wirklichkeit sein kann, haben wir heute wieder im Zoom Meeting mit der Gruppe aus dem Workshop „Heilsames Sein und Handeln“ erlebt. Die ausnahmslos konstruktiven Beiträge einer jeden Teilnehmerin wurden miteinander geteilt und und gewürdigt. Auch die anwesenden Tiere der Gruppenmitglieder partizipierten aktiv von dem durch die Gruppe erzeugten wohltuenden Feld. Ich gebe unumwunden zu, dass ich nie gedacht hätte, dass ich mit derart viel Spaß ein Online-Meeting leite!

Oft sind es die Sätze aus den Mündern meiner Enkelkinder, die mich motivieren. „Ich will auch was sagen, ich kann das, guck! Ich hab‘ einen Mund!“ (Die Dreijährige) „Ich mag nicht denken. Denken ist unnötig. Ich vergesse nie etwas. Ich hab‘ alles in mir drin“ (Die Fünfjährige). Da, ihr Lieben, liegt die Wahrheit. Im Kindermund, in der Tierseele. Lasst uns werden, wie die Kinder und die Tiere. Ich bin dem Leben so dankbar, dass ich das aufgrund meiner Lebensbiografie nie verlernt oder vergessen habe (Bei Interesse nachzulesen im Vorwort von unserem Buch „Simon’s Life – Wie Tiere wirklich sind.“). Und ich bin dem Leben so dankbar, dass es euch und eure Tiere gibt!

In diesem Sinne wünsche ich euch eine schöne Wintersonnenwende, erfolgreiches Vergessen und freudvolles Entdecken!

Herzlichst,

 

Eure Claudia Struwe mit Team